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  • Ingrid B.

Wann ist der Mann ein Mann?


Früher, in grauer Vorzeit, war alles ganz einfach und die Geschlechterrollen waren klar verteilt: Der Mann ging auf die Jagd, die Frau versorgte in der Höhle die Kinder und sie bewegte sich nur nach draußen, um Beeren zu Sammeln. Abends sorgte der Göttergatte dafür, dass reichlich Mammutsteak auf den Grill kam. Wer das Fleisch hatte und Feuer machen konnte, war der King der Sippe und hatte das Sagen!

So was können 100000 Jahre Evolution nicht einfach so ausbügeln! Das liegt den Kerlen immer noch in den Genen. Gerade jetzt, wo in Millionen von Gärten Rauchschwaden gen Himmel steigen und der Geruch von verbranntem Fleisch die Luft anreichert oder – je nach Empfinden – verpestet, kann man es beobachten: Hinter dem Grill steht fast immer ein männliches Wesen.

Nirgendwo sind Männer, gleich welchen Alters, mit Feuer und Flamme so bei der Sache. Und außerdem sind am Grill alle gleich! Ob Uni-Professor oder Müllmann. Natürlich nimmt der Mann seine Sache ernst. Bierernst! Apropos Bier: Der grillende Mann ist sogar multitaskingfähig – mit seinem Stubbi in der linken Hand, kann er problemlos mit der Rechten auch sein Würstchen umdrehen.

Hinzu kommt seine große Opferbereitschaft: Er nimmt tränende Augen und Verbrennungen zweiten Grades in Kauf, er hyperventiliert für sengende Glut und verliert dabei jegliches Zeitgefühl: „Du Schatz, in zehn Minuten sind die Koteletts so weit…“ Hallo? Das war vor einer Dreiviertelstunde.

Wenn der Mann grillt, bindet er sich sogar freiwillig eine Schürze um. Das praktische Kleidungsstück ist gerne auch mit Sixpack-Body und/oder sinnigen Sprüchen bedruckt. Beispiele gefällig: „Bin am Grillen! Keine Tipps! Bier bringen! Abflug“ – „Hier kocht der Chef“ oder „eat more meat“. So sorgt er dann schon mal für den ein oder anderen Lacher bei den Gästen, gibt aber gleichzeitig auch sein Statement ab.

Natürlich kommt bei einem Mann nur Fleischiges auf den Rost! Schön durchwachsen, gerne mit Knochen, damit man das Rind oder Schwein auch noch erkennen kann. Eine Wurst lässt er gerade noch so durch gehen. Gemüse? Bloss nicht!

Garantiert wäre die Rangfolge umgekehrt, stünde eine Frau am Grill. Tut sie aber nicht. Sie hat andere Aufgaben: Die Frau kauft ein, macht die Salate und den Nachtisch, deckt den Tisch, sorgt danach fürs Aufräumen und den Abwasch, kümmert sich um die Gäste, bereitet das Fleisch fürs Grillen vor, trägt es ihm nach draußen… Er klopft sich auf die Brust und verkündet stolz: „Ich habe Feuer gemacht!“ Spätestens jetzt beantwortet sich die Frage, wann ist der Mann ein Mann? Am Grill! In jedem Mann steckt eben doch noch ein kleiner Neandertaler.

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© 2017 by ingrid boucha

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